Was tun? « Zwickau nimmt Platz – Dem Neonazi-Aufmarsch am 01.05.10 widersetzen!

Was kann ich tun?

1. Nicht zuhause bleiben!
Unser Anliegen ist es, den Nazis nicht die Straße zu überlassen! Noch immer denken Neonazis, sie würden für das vermeintliche deutsche Volk sprechen, welches sich selbst nur nicht traue, sich offen hinter ihre Forderungen zu stellen. Dass es ganz im Gegenteil sehr viele Menschen gibt, die sich Nazis und ihren menschenverachtenden Einstellungen in den Weg stellen werden, wollen wir am Samstag zeigen. Das heißt: warm anziehen und zu einer der Veranstaltungen gehen!

2. Freunde und Verwandte informieren, motivieren, einpacken und mitbringen!
Nicht wenige Menschen „übersehen“ Neonazis, ihre Forderungen und die Gewalt gegen Mitmenschen, die sie ausüben. Kontaktiere Freund_innen und Familie, Arbeitskolleg_innen und Verwandte und informiere sie über den Aufmarsch der Nazis am 1. Mai in Zwickau. Weise sie darauf hin, dass wir uns gewaltfrei und friedlich, aber bestimmt, konsequent und gemeinsam den Nazis in den Weg stellen werden und ihnen nicht das Spielfeld überlassen werden. Wir, das sind die Bewohner_innen der Stadt. Und wir wollen und werden nicht zulassen, dass Neonazis die Straßen dieser Stadt widerspruchslos für sich vereinnahmen können!

3. Nicht allein, nur gemeinsam sind wir stark!
Versuche, mit drei, vier, fünf Mitmenschen eine Bezugsgruppe zu bilden. Mit ihnen wirst Du Dich in der Masse von Menschen nicht allein oder verloren fühlen. Überlegt vorher, wohin ihr gehen und was ihr am Tag selbst tun oder nicht tun wollt. Tauscht Telefonnummern aus, falls doch mal jemand verloren geht. Sinnvoll ist auch ein gemeinsames Rufwort, damit ihr euch in größeren Gruppen schnell wiederfinden könnt.

4. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung!
Die Wetteraussichten sind wahrscheinlich durchwachsen. Pack eine Regenjacke und einen Pullover ein, dazu vielleicht noch ein Stück Folie/ Sitzkissen, falls Du Dich mal ausruhen oder längere Zeit sitzen möchtest. Denke daran, Dir auch was zu kleines zum Essen und etwas zu Trinken einzupacken. Falls Du das vergisst – nicht schlimm. Es gibt viele Lokale und Cafes im Stadtgebiet, wo Du Dich versorgen kannst.

5. Sei laut, bleibe friedlich und sei informiert!
Es wird nichts schaden, Trillerpfeifen und Tröten mitzubringen.
Der Grundkonsens ist die Gewaltfreiheit gegen Menschen und Sachen. Wir bitten Dich, dies zu beachten! Informationen zum aktuellen Geschehen wirst Du über Infotelefon sowie an den Infopunkten bekommen. Die Kontaktdaten findest du auf der Startseite am 1. Mai.

6. Sei solidarisch!
Wenn Du bemerkst, dass es Menschen schlecht geht, kümmere Dich um sie und hole, wenn nötig, weitere Hilfe. Zusammen werden wir auf die Straße gehen, um jeden Einzelnen müssen wir uns kümmern!